| Veranstaltung: | KMV/Wahlversammlung 19.8.26 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2. Wahl Kandididat*in WK 18 Ostholstein-Süd |
| Antragsteller*in: | Marcel Beutel (KV Ostholstein) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 13.08.2026, 17:49 |
B2: Marcel Beutel
Selbstvorstellung
Bewerbung als Direktkandidat für den Wahlkreis 18 (Ostholstein-Süd) zur Landtagswahl 2027
Hey zusammen,
fast mein ganzes Leben habe ich in Ostholstein und Scharbeutz verbracht. Hier bin ich aufgewachsen, hier wurde ich politisiert und hier habe ich begonnen, mich einzumischen. Und genau hier möchte ich auch in Zukunft Verantwortung übernehmen. Deshalb bewerbe ich mich bei euch als Direktkandidat für den Wahlkreis Ostholstein-Süd.
Politisiert haben mich die großen Krisen und Umbrüche: die Klimakrise, Trump, Brexit, der Aufstieg der AfD und gleichzeitig dieses Gefühl von politischem Stillstand. Diesem Frust und diesen Entwicklungen wollte ich etwas entgegensetzen. Daraus ist für mich eine Überzeugung entstanden, die mich bis heute trägt. Optimismus ist die Grundlage für Veränderung. Und Veränderung ist immer möglich, wenn wir bereit sind, sie gemeinsam anzupacken und zu gestalten.
2021 hat mich diese Überzeugung zu uns Grünen geführt. Seitdem durfte ich Verantwortung im Ortsverband, im Kreisverband und Kreistag, in der Grünen Jugend und heute im Landesvorstand übernehmen. Dabei habe ich vor allem gelernt, wie viel wir erreichen können, wenn wir Menschen zusammenbringen und gemeinsam handeln.
Auch Schleswig-Holstein steht heute vor entscheidenden Fragen. Klimaschutz gerät unter Druck, unsere Demokratie steckt in der Krise und bei Bildung, Mobilität, wirtschaftlicher Transformation und dem Verhältnis zwischen Stadt und Land müssen wir neue grundlegende Antworten geben. Nach 15 Jahren grüner Regierungsverantwortung können wir dabei auf viel Erreichtem aufbauen. Gleichzeitig dürfen wir uns darauf niemals ausruhen und müssen anerkennen, wie viel noch vor uns liegt.
Ostholstein
Genau darum geht es für mich auch bei dieser Kandidatur: unserer Region etwas zurückzugeben, grüne Politik vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit euch einen Wahlkampf zu führen, der weit über den Wahltag hinaus Wirkung hat.
Jugendpolitik & Beteiligung: Schleswig-Holstein & Ostholstein werden älter. Dies stellt uns vor neue Herausforderungen. Eine Erzählung von „jung gegen alt“ hilft uns dabei nicht weiter. Im Gegenteil: Wir müssen alle Menschen miteinander an einen Tisch bringen.
Insbesondere für junge Menschen müssen wir die Möglichkeiten zur Beteiligung erhöhen. Kinder- und Jugendparlamente, politische Räume und das Anhören ihrer Stimmen sind genau die Anknüpfungspunkte für uns. Grüne Erfolge wie das Wahlalter 16 zeigen, dass wir diese Wirkung haben. Gleichzeitig ist gerade für uns im ländlichen Raum die Frage von Mobilität, Bildung, Ausbildung, Freizeitangeboten und Kultur entscheidend. Wir müssen diese Infrastrukturen insgesamt erreichbarer gestalten und ausbauen. In diesem Zusammenhang bin ich auch überzeugt, dass wir damit für mehr Chancengerechtigkeit für alle und insbesondere junge Menschen sorgen.
Junge Menschen und alle Generationen sind nicht diejenigen, für die wir Politik machen, sondern diejenigen, mit denen wir Politik machen müssen.
Demokratie & Sicherheit: Unsere Demokratie, die Politik, der Staat und unsere Gesellschaft stehen unter massivem Druck. Die Krise ist tiefgreifend. Dies zeigt sich nicht zuletzt Rechtsaußen mit der AfD. Es gibt nicht die eine Lösung, um dagegen anzukommen. Aber es ist unsere Aufgabe, Wege aus dieser Krise herauszufinden.
Vertrauen ist dabei keine Sache, die sich anordnen lässt oder die wir einfach bekommen. Es muss erarbeitet werden. Durch Verlässlichkeit, Präsenz und konkrete Strukturen für die Menschen. Richtig ist, dass wir über unsere Behörden, Abwehr und Resilienz sprechen müssen. Darüber, dass die Bedrohung durch hybride Angriffe real ist. Wie wir die russische Schattenflotte gemeinsam stoppen und gemeinsam unseren internationalen Partnern den Ostseeraum sichern. Wie wir unsere kritische Infrastruktur schützen. Wie wir in Krisenfällen besser handeln. Wie wir extremistische Kräfte zurückdrängen und aus unseren Strukturen entfernen.
Demokratiepolitik ist aber noch viel mehr als das. Es ist die Politik, die Orte der Begegnung schafft und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Ehrenamt, Feuerwehren, Initiativen, Kultur, Zivilgesellschaft und kommunale Strukturen: Überall setzen sich Menschen dafür ein. Politik muss ihnen die langefristigen finanziellen und strukturellen Möglichkeiten für ihr Handeln geben. Und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur, wenn es gerade für Applaus gelegen kommt, sondern immer.
Wirtschaft, Klimaschutz & Tourismus: Die wirtschaftliche Lage zeigt, wie verwundbar wir durch Abhängigkeiten geworden sind. Und wir zeigen in Schleswig-Holstein mit über 200 % Erneuerbaren Energien einen Ausweg aus diesen Krisen. Grüne und günstige Energie ist für uns der entscheidende Faktor, den wir weiterverfolgen müssen. Auch und vor allem, weil wir damit einen wichtigen Baustein über Schleswig-Holstein hinaus im Kampf gegen die Klimakrise liefern.
Unsere Aufgabe liegt auch in Ostholstein darin, diese Energie zugänglicher zu machen. Für alle Menschen und unsere Unternehmen vor Ort. Netzausbau, Speicher, Wasserstoff und Wärme sind dabei Projekte, die dringend vor der Tür stehen. Und gleichzeitig geht es darum, wie wir zum Beispiel Bürger*innenenergie weiter ausbauen und diese Stärke mit Gewerbe verbinden. Die Erzählung, Klimaschutz schade dem Wohlstand, ist fatal. Wir setzen dieser etwas entgegen. Auch weil wir wissen, dass Wohlstand kein Buzzword ist, sondern sich real darin zeigt, in welchen Verhältnissen die Menschen leben. Damit ist es auch unsere Aufgabe, über Ungleichheit zu sprechen und dafür zu sorgen, dass unsere Gesellschaft gerechter wird.
Zusätzlich ist für unsere Region der Tourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Auch hier ist es nicht unsere Linie, pauschal für mehr oder weniger zu sein. Vielmehr müssen wir eine Brücke bauen. Tourismus nachhaltiger gestalten und für die Menschen in diesem Sektor gute Bedingungen schaffen. Dazu gehört auch, über Mobilität, Klimaanpassung und den Schutz unserer Ostsee zu sprechen. All dies gelingt nur in Kooperation. Beim Thema Tourismus, Fachkräfte, Bürokratie und Transformation.
Unsere Ostholstein-Themen: All diese Themen eint, dass sie für Ostholstein entscheidend sind. Gleichzeitig stehen mit der Bäderbahn und der Festen Fehmarnbeltquerung, den Herausforderungen im ländlichen Raum und der Gesundheitsversorgung zentrale Aufgaben, aber auch Chancen an, auf die wir spezielle Antworten liefern müssen.
Dazu zählt, für den Erhalt der Bäderbahn zu kämpfen und die Auswirkungen der Festen Fehmarnbeltquerung auf die Region ernst zu nehmen. Dafür braucht es aber eine klare Stimme gegenüber Land, Bund und Deutscher Bahn sowie Entscheidungen, die mit den Menschen vor Ort getroffen werden.
Entscheidungen sind dabei das richtige Stichwort, um über den ländlichen Raum zu sprechen. Ortskerne zu erhalten, soziale Infrastruktur auszubauen, gute Anbindung und diese Angebote für alle zugänglich zu machen, erwartet von uns, die notwendigen Mittel und die Einbeziehung in Entscheidungen einzufordern. Größere Zentren sind wichtig, aber nicht zum Nachteil unserer Region und der Menschen, die hier leben oder leben wollen.
Dieses Muster müssen wir auch mit Blick auf die Gesundheitsversorgung fortsetzen. Gesundheit gehört in öffentliche Hand. Damit sind nicht automatisch alle Probleme gelöst, es lässt aber zu, Gesundheit über Profit zu stellen und Infrastruktur an die Bedarfe anzupassen. Insbesondere angesichts unserer alternden Gesellschaft und der Umstrukturierungen im Gesundheitssektor. Wenn Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflege und ärztliche Versorgung sich verändern, müssen der Bedarf, die Erreichbarkeit und eine enge Zusammenarbeit vor Ort immer im Fokus stehen.
Unser Direktwahlkampf
Für mich ist dieser Direktwahlkampf eine Chance für uns, all diese Themen nach vorne zu stellen und für sie einzutreten. Gleichzeitig ist er mehr als das. Wir Grüne haben uns immer dadurch ausgezeichnet, innovativ zu sein und neue Ansätze zu finden, die über den Tellerrand hinausblicken.
Gespräche & Vernetzung: In unserem Wahlkampf werden wir mit vielen Menschen und Akteur*innen ins Gespräch kommen. Für mich bleibt entscheidend, dass wir diesen Austausch nicht als reine Stimmenwerbung verstehen. Es geht darum, Vereine, Initiativen, Unternehmen, Ehrenamt und die Menschen in unserer Region kennenzulernen.
Gerade dort, wo wir Grüne aktuell weniger sichtbar sind, müssen wir in die Orte gehen. Hier erfahren wir unterschiedlichste Perspektiven und lernen die Bedürfnisse der Menschen kennen. Weil wir zeigen können, dass Wahlkampf auch Zuhören und Lernen ist. Wenn am Ende solcher Gespräche Differenzen nicht aus dem Weg geräumt sind, ist das völlig in Ordnung. Schließlich entsteht dabei trotzdem gegenseitiges Verständnis. Umso besser, wenn wir es in anderen Gesprächen schaffen, Menschen für unsere Inhalte und unsere Vision zu gewinnen.
Aktivierung & gemeinsamer Wahlkampf: Damit diese Vernetzung gelingt, sind wir auf uns alle in der Fläche und Breite angewiesen. Sowohl die vielen neuen Mitglieder als auch diejenigen, die seit Jahren dabei sind, können in diesem Wahlkampf als Team ihre Stärken einbringen.
Dafür können wir die Verantwortung gemeinsam mit dem Kreisvorstand und unseren Ortsverbänden sowie zwischen beiden Wahlkreisen und Kandidierenden gut auf mehrere Schultern verteilen. So werden Erfahrungen und Erkenntnisse miteinander geteilt und wir können diesen Wahlkampf als gemeinsames Projekt verstehen.
Chance für die nächsten Jahre: Der Wahlkampf ist dabei auch eine Chance über den 18. April 2027 hinaus. Die Menschen, die wir gemeinsam innerhalb unseres Kreisverbandes, aber auch darüber hinaus aktivieren können, sind für uns in der Fläche und beispielsweise mit Blick auf die Kommunalwahl 2028 essenziell.
Strukturen können so an verschiedensten Orten aufgebaut werden und uns langfristig vor Ort verankern. Die Kontakte und das gesellschaftliche Netzwerk, das wir hier aufbauen, sind genau die Grundlage für weitere grüne Anliegen in der Zukunft.
Über mich
- Marcel Beutel (er / ihm), 23 Jahre
- Aufgewachsen in Ostholstein (Scharbeutz), seit 2022 / 2023 teilweise in Kiel
- Aktiv & Mitglied bei EuropaUnion OH/SH, (Junge) Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Politiknachwuchs e.V., Gedenkstätte Ahrensbök, NABU/NAJU
- Studium: Politikwissenschaft & Geschichte (CAU Kiel, 8. Semester)
- Job: Werkstudent im Ministerinnenbüro von Aminata Touré
- Fußball-Fan, spiele Fußball & Tennis, gehe gerne laufen, zocke, lese, und glaube fest daran, dass Humor nie schadet!
Grüne Vita
- Mitglied KV Ostholstein (seit 2021)
- Ortsvorstand Scharbeutz (seit 2022)
- Mitglied des Kreistages Ostholstein (seit 2023)
- Kreisvorstand Ostholstein (2022 bis 2024)
- Delegierter Landes- & Bundesparteitag (seit 2022)
- Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft „Frieden & Internationales“ (seit 2025)
- Landessprecher der Grünen Jugend SH (2024 bis 2025)
- Stellv. Landesvorsitzender Grüne SH & Parteikoordination Grüne Jugend SH (seit 2025)
Ich freue mich über euren Rückhalt, eure Fragen, eure Kritik und die Chancen, die wir gemeinsam nutzen können. Lasst uns gerne vor und auf der Kreismitgliederversammlung ins Gespräch kommen!
Euer Marcel
Kontaktdaten:
- Telefonnummer: 0152 31722157
- E-Mail: Marcel.Beutel@sh-gruene.de
- Instagram: @marcelbeutel
- LinkedIn: Marcel Beutel
- Alter:
- 23
- Geburtsort:
- Dortmund